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Das goldene Zeitalter der Indianer

August 6, 2018

Indianerkultur = pferdekultur


Die Pferdekultur der Indianer hat zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert begonnen, als die Europäer auf dem nordamerikanischen Kontinent ihre Pferde an Land brachten.

 

Diese Zeit führte für die Indianer zu einer geschichtsträchtigen Zeit, die als "Goldenes Zeitalter der Indianer" und als "Indianische Pferdekultur" in die Geschichte einging.

 

 

 

 

Pferde waren nicht ursprünglich in Nordamerika beheimatet, sondern wurden von den Europäern, insbesondere den Spaniern, ins Land gebracht und war ein wichtiger Teil ihrer Strategie, die "Neue Welt" zu erobern.

Die Indianer hatten weder zuvor ein Tier wie das Pferd gesehen, noch konnten sie sich vorstellen, dass solch ein Tier gezähmt, als Transportmittel und zur Jagd benutzt werden könnte.


Für die indianischen Ureinwohner, die ein friedliches Leben eines Steinzeitmenschen lebten, war das Pferd und seine Verwendung durch den Menschen ein Wunderwerk.

 

 

Deswegen verehrten die amerikanischen Ureinwohnern das Pferd als
"God Dog - Göttlicher Hund" oder "Big Dog - Großer Hund"

 

 

Pferde und ihre Reiter wurden als göttliches Wesen angesehen und um diese Illusion für einige Jahre aufrecht zu erhalten, sollte das Pferd für den Indianer unerreichbar bleiben. So wurde das Reiten und Besitzen eines Pferdes für die Indianer als illegal erklärt.

Als die Indianer im Besitz dieser Pferde kamen, sei es durch Tausch, Handel, Diebstahl oder weil die Pferde entlaufen waren, führte dieser Besitz zur Entstehung der "Indianischen Pferde Kultur.

 

 

 

God Dog

 

 

Vor der Ankunft der Europäer und damit den Pferden, waren die indianischen Ureinwohner eingeschränkt in ihrer Reise- und Jagdfähigkeit.
Sie mussten zu Fuß reisen und jagen.
Ihre einzigen domestizierten Tiere waren ihre Hunde, die benutzt wurden, um die Habseligkeiten auf einem Travois zu transportieren, der einem Schlitten ähnlich war.

 

Die Pferde verwandelten die Indianer in nomadische Jäger und Krieger;
die "Indianische Pferdekultur" war geboren!

 

 

Am Anfang ...

 

war es für die Indianer schwierig ein Pferd zu erwerben, so lag es nahe, dass Pferde zu stehlen die erste Option gewesen ist.

 

Pferde zu stehlen wurde von den Indianern als ehrenwert angesehen. Ein Pferd war von großem Wert und die Anzahl der Pferde, die einem Indianer gehörten, verlieh ihnen großes Ansehen.

 

 

 

Pueblo-Revolte

 

Die erfolgreiche Pueblo-Rebellion von 1680 zwang die Spanier New Mexico zu verlassen und viele ihrer Pferde wurden zurückgelassen.

 

Berühmte Stämme wie die Ute, Comanche, Kiowa, Apache und andere Stämme in der Gegend nutzten ihre Chance, diese Pferde einzufangen und für sich zu beanspruchen.

 

 

 

Der Pferdehandel

wurde populär und die Pferde aus den südlichen Regionen breiteten sich bald nach Norden aus.

 

Im 17 Jahrhundert erreichten diese Pferde auch die anderen Indianerstämme und die Pawnee, Cheyenne, Sioux. Crow, Shoshone, Mandan, Flatheads, Nez Perce und die Crees wurden hoch qualifizierte Pferdekenner und grandiose Reiter- und Jägervölker.

 


Das pferd schenkte den Indianern unermessliche Unabhängigkeit.

 

 

 

Die riesige Prairie konnte zu Pferd weiträumig durchstreift werden. Jäger und Sammler entdeckten neue Möglichkeiten, die zu einer besseren Lebensqualität und einem neuen Lebenstil führten. 


Die Adoption der "Indianischen Pferdekultur" war eine offensichtliche Entwicklung für die Indianer.

 

Ihre Fähigkeit, vor der Einführung des Pferdes zu jagen, war abhängig von ihrer Fähigkeit, Büffel zu Fuß zu töten. Eine gefährliche und schwierige Aufgabe, die sie dadurch erleichterten, dass sie die Büffelherden in Pferche trieben. Steile Klippen, mit einer Hürde oder einer Einfriedung am Boden, Piskun genannt, wurden von den Indianern benutzt, um eine große Anzahl von Büffeln einzutreiben, die zur Schlachtung und Häutung vorgesehen waren. Das Pferd gab ihnen die Möglichkeit, Büffel auf dem Pferderücken zu jagen und einen effizienten und lukrativen Jäger- und Sammler Lebensstil anzunehmen.

 

 

 

Buffalo Horse & Buffalo Rider

 

Das so genannte Büffel-Pferd war darauf trainiert, Bisons zu jagen.

 

Die Indianer, die diese Pferde ritten, wurden Buffalo Hunter genannt und waren großartige Reiter.

 

Die Buffalo-Hunter jagten mit Pfeil und Bogen und konnten innerhalb kürzester Zeit zwanzig Pfeile abschießen, während ein Vorderlader gerade noch mit dem Laden beschäftigt war. Gewehre wurden bis Mitte des 18. Jahrhunderts nicht verwendet. Ab den 1870er Jahren wurde das Gewehr in Form eines Hinterladers zur Büffel-Jagd verwendet.

 

 

 

 

 

Die Wertschätzung den Baffalo Horses gegenüber war extrem hoch, so hoch, dass sie immer in der Nähe seines Besitzers gehalten wurden; direkt außerhalb ihrer Tipis oder sogar angebunden in ihren Hütten.

 

Neben der hohen Wertschätzung war sicherlich auch die Sorge vorhanden, dass das verehrte Buffalo-Horse entlaufen oder gestohlen werden könnte. 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pferdekultur

erreichte im 18. Jahrhundert seinen Zenit.

Der Besitz von Pferden führte zu einer Änderung des Klassensystems innerhalb der Indianerstämme; n
icht mehr der Stamm, sondern der einzelne Indianer besaß die Pferde.

 

Das Klassensystem der Indianer basierte nun primär auf Besitz und Anzahl von Pferden!

 

 

 

Mut und Reichtum


Junge indianische Krieger bewiesen ihr Können und ihren Mut durch den Erwerb eines Pferdes.

 

Ein Pferd schenkte einem einzelnen Indianer Reichtum, Macht und Ansehen.

 

Überschüssige Pferde wurden gegen Waren oder Leihgaben an andere Mitglieder des Stammes verkauft. Die Pferdeherden wurden innerhalb eines Stammes durch Erwerb von Kriegsbeute, Zucht und Handel vergrößert.

 

Die Veränderungen waren nur aufgrund der indianischen Pferdekultur möglich,
aber diese errungene Macht-Kultur dauerte weniger als 100 Jahre.

 

 

 

 

 

Der Niedergang

der indianischen Pferdekultur war auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen:
 

Zum einen:
Die Angriffskämpfe zu Pferd nahmen zu und verärgerten damit die Siedler.

 

Zum anderen:
Europäische Büffeljäger erkannten ein lukratives Geschäftsmodell.

Jäger wurden ermuntert, Büffel zu schlachten; Trapper und Hobbykiller dezimierten den Bison hingegen durch wahlloses Abschlachten.

 

 

Sheridan-Kämpfe

General Philip Sheridan (1831-1888) war maßgeblich an den Kämpfen in den Indianerkriegen beteiligt.

 

Sheridan wurde mit den Worten zitiert:
"Den einzigen guten Indianer, den ich je gesehen habe, war tot".

 

Sheridan hegte weder Sympathie für die Indianer, noch für die Büffel und sprach:

 

"Lasst sie töten, häuten, verkaufen, bis der Büffel ausgerottet ist, denn es ist der einzige Weg, dauerhaften Frieden zu schaffen und die Zivilisation voranzubringen."

 

Die Strategie zu Töten oder die Indianerpferde an sich zu nehmen, wurde jedoch ebenfalls bekämpft.

 

 

THE WILD WEST

 

 

 

Ausrottungsstrategie Büffel

 

Anfang des 18. Jahrhunderts gab es ungefähr 50 Millionen Büffel in Nordamerika. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Zahl der Büffel auf weniger als eintausend gesunken.

 

Das Abschlachten der Büffel führte dazu, dass der amerikanische Ureinwohner seiner Nahrung beraubt wurde. Hungernd wurden sie gezwungen, in indianische Reservate zu ziehen

Die Indianische Pferdekultur dauerte knapp 300 Jahre;
im 19. Jahrhundert war sie verschwunden.

 

 

 

 

Eindrückliche Videos der indianischen Baffalo-Hunter

 

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